Blasinstrumente - Blockflöte
Zur Blockflötenfamilie gehören Mitglieder in den unterschiedlichsten Größen und Stimmungen vom
winzigen Garkleinflötlein bis zur Kontrabassblockflöte. Am bekann-testen sind die zum Quartett
zusammengefassten Sopran- , Alt-, Tenor- und Bassblockflöten, die in C bzw. F gestimmt sind.
Es gibt jedoch auch Blockflöten mit anderen Grundtönen oder in Stimmungen, die von der
"modernen" (a' = 440 Hz) abweichen sowie neu entwickelte Modelle mit erweitertem Tonumfang
oder Vorrichtungen für spezielle Spieltechniken.
Die "normale" Sopranblockflöte ist handlich, leichtgewichtig, robust, in preisgünstigen
Modellen verfügbar und wird deshalb oft als Anfängerinstrument eingesetzt. Sie kann bereits von Kindern
im Vorschulalter gespielt werden, ist jedoch kein "leichtes" Instrument, sondern stellt hohe Anforderungen an das
"Fingerspitzengefühl" (alle Löcher müssen ohne Klappen direkt mit den Fingern exakt
verschlossen werden), die Kontrolle über die Atemführung (Unregelmäßigkeiten wirken sich
unmittelbar auf die Tonqualität aus) und "Zungenfertigkeit" (jeder Ton beginnt mit einem dosierten
Zungenstoß).
Je nach Größe der Hände und Finger können die Schüler/innen im Alter von 8 bis 9 Jahren
mit dem Spiel auf der Altblockflöte beginnen, ältere Kinder und Erwachsene könnten auch direkt mit der
Altblockflöte anfangen.
Wer diese beiden Instrumente beherrscht, kann dann mit etwas Übung auch alle anderen
Blockflöten spielen. Gespielt wird die Blockflöte als Soloinstrument, in verschiedenen Blockflötenensembles
oder -orchestern oder in vielen Kombinationen mit anderen Instrumenten. Das Repertoire für Blockflöte umfasst
Werke vom Mittelalter bis heute, der Schwerpunkt liegt dabei im Barock und im 20./21. Jahrhundert, jedoch werden zunehmend
auch Werke für blockflötenartige Instrumente aus der Klassik entdeckt.
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